Kürbis vom Blech

Kurbis vom Blech Kochschule Muenchen

Zutaten

Würziger Ofenkürbis mit Kreuzkümmel, Koriander und Salzzitrone – ein unkompliziertes Herbstgericht voller Aromen.

Ich liebe Kürbis, weil er unglaublich vielseitig ist. Im Herbst landet er bei mir besonders gerne im Backofen. Dort entwickelt er durch die Hitze eine leichte Süße, bekommt schöne Röstaromen und lässt sich wunderbar mit kräftigen Gewürzen kombinieren.

In unseren Kochkursen in München gibt es im Herbst zum Salat oder zum Hauptgang Kürbisspalten, die wir vor dem Backen in einer aromatischen Gewürzpaste aus Olivenöl, Kreuzkümmel, Koriander, Chili, Paprika und fein gehackter Salzzitronenschale gewendet haben. Dazu rote Zwiebeln, die im Ofen weich und süßlich werden.

Das Ergebnis ist ein herrlich würziger Kürbis vom Blech, der mit einer frischen Tahini-Joghurt-Sauce, geröstetem Sesam und vielen Kräutern besonders gut schmeckt.

Das Schöne daran: Wenige Handgriffe, einfache Zutaten und trotzdem ein Gericht mit überraschend viel Geschmack.

Zutaten für den Ofenkürbis:

  • 1 Hokkaidokürbis (1-1,2 kg ) 
  • 2 rote Zwiebeln 
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Kreuzkümmel 
  • 1 TL Koraindersamen
  • ½ TL Cayennepfeffer
  • 1 EL Paprika edelsüß
  • 2 EL fein gehackte Schale einer Salzzitrone 
  • 140 ml Olivenöl 
  • Salz 

Zutaten für die Tahini Joghurt Sauce:

  • 4 EL Tahini 
  • 8 EL Naturjoghurt 
  • 1 Bio Zitrone (Schale und Saft) 
  • 2-3 kaltes Wasser 
  • Salz 

On Top: 

  • gerösteter Sesam 
  • Frische Kräuter
  • Granatapfelkerne 

Zubereitung

  1. Den Kürbis gründlich waschen, halbieren und mit einem Löffel die Kerne entfernen. Anschließend in gleichmäßig große Spalten schneiden. Beim Hokkaido lasse ich die Schale gerne dran, denn sie wird beim Garen weich und bringt zusätzlichen Geschmack.

  2. Die roten Zwiebeln schälen und in Ringe oder Spalten schneiden.

  3. Für die Gewürzpaste den Knoblauch,mit Kreuzkümmel, Koriander, Chili, Paprikapulver, fein gehackter Salzzitronenschale im Mörser stampfen und zuletzt mit Olivenöl verrühren. Mit etwas Salz würzen. Da die Salzzitrone bereits Salz mitbringt, salze ich zunächst vorsichtig.

  4. Die Kürbisspalten in eine große Schüssel geben, mit der Gewürzpaste vermengen und gründlich darin wenden. Anschließend auf einem Backblech verteilen und die roten Zwiebeln darübergeben.

  5. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C unter dem Thermogrill etwa 20 Minuten rösten, bis der Kürbis weich ist und schöne Röstaromen entwickelt hat. Dabei behalte ich das Blech im Auge, denn die Gewürze und die Zwiebeln können unter dem Grill schnell zu dunkel werden.

  6. Für die Tahini-Joghurt-Sauce das Tahini mit dem Joghurt, etwas fein geriebener Zitronenschale, Zitronensaft, zerdrücktem Knoblauch und Wasser verrühren. So viel Wasser zugeben, bis eine cremige, leicht fließende Konsistenz entsteht. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

  7. Den Sesam in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten.

  8. Den fertigen Kürbis auf einer großen Platte anrichten, mit der Tahini-Joghurt-Sauce beträufeln und mit Sesam, Granatapfel und reichlich frischen Kräutern bestreuen.

Welcher Kürbis eignet sich am besten?

Ich verwende für Ofengerichte gerne Hokkaido. Sein Fruchtfleisch schmeckt leicht nussig, er hat eine angenehme Süße und die Schale kann mitgegessen werden.

Auch Butternut eignet sich hervorragend. Er hat ein etwas feineres, cremigeres Fruchtfleisch und harmoniert ebenfalls wunderbar mit der Gewürzpaste. Beim Butternut entferne ich allerdings die Schale.

Warum ich den Kürbis bei hoher Temperatur röste

Beim Rösten entstehen intensive Aromen. Durch die Hitze verdampft Feuchtigkeit, die natürlichen Zucker konzentrieren sich und an der Oberfläche entstehen durch Bräunungsreaktionen zusätzliche Geschmacksstoffe.

Deshalb verteile ich die Kürbisspalten möglichst nebeneinander auf dem Backblech. Liegen sie zu dicht, entsteht zu viel Feuchtigkeit und der Kürbis wird eher gedämpft als geröstet.

Salzzitrone – mein besonderer Geschmacksträger

Salzzitronen verwende ich sehr gerne in der orientalisch inspirierten Küche. Durch das Einlegen in Salz verändert sich das Aroma der Zitronenschale. Sie wird weich, intensiv und entwickelt eine besondere Würze.

Für meine Gewürzpaste verwende ich die fein gehackte Schale. Sie gibt dem Kürbis eine frische, leicht herbe Note und passt wunderbar zu Kreuzkümmel und Koriander.

Wer keine Salzzitrone hat, kann etwas Abrieb einer Bio-Zitrone verwenden. Das schmeckt ebenfalls gut, hat aber nicht die gleiche würzige Tiefe.

Was passt zu meinem Kürbis vom Blech?

Besonders gerne serviere ich dazu warmen Hummus. Die cremigen Kichererbsen bilden einen wunderbaren Kontrast zu den kräftigen Röstaromen des Kürbisses. Etwas Olivenöl, Kreuzkümmel und frische Petersilie darüber – fertig ist ein herrliches vegetarisches Essen.

Wenn es etwas frischer sein soll, bereite ich die Tahini-Joghurt-Sauce mit reichlich Zitrone zu. Dazu passen Minze, glatte Petersilie und frischer Koriander.

Wer das Gericht etwas sättigender gestalten möchte, kann Couscous, Bulgur oder Linsen dazu reichen. Auch warmes Fladenbrot schmeckt hervorragend, besonders um die cremige Sauce aufzunehmen.

Für einen schönen Farb- und Geschmackskontrast verwende ich gerne Granatapfelkerne. Ihre fruchtige Säure passt wunderbar zum Kürbis.

Varianten und Resteverwertung

Vegan: Für eine vegane Variante lasse ich den Joghurt weg und verrühre das Tahini nur mit Zitronensaft, Knoblauch und Wasser. Alternativ verwende ich einen ungesüßten pflanzlichen Joghurt.

Mit Süßkartoffeln: Die Gewürzpaste schmeckt auch hervorragend zu Süßkartoffeln. Ich schneide sie in grobe Spalten und röste sie im Backofen, bis sie innen weich und außen leicht gebräunt sind.

Als Bowl: Bleibt Kürbis übrig, kombiniere ich ihn am nächsten Tag gerne mit Linsen, frischen Kräutern und etwas Tahini-Sauce.

Kürbiskerne verwenden: Die Kerne müssen nicht im Abfall landen. Ich wasche sie, entferne die Fasern und trockne sie gründlich. Anschließend lassen sie sich mit etwas Olivenöl und Gewürzen im Ofen knusprig rösten.

Die Küche der Levante gehört seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsküchen. Ich liebe die Vielfalt der Gewürze, die frischen Kräuter und das Zusammenspiel von Süße, Säure und Schärfe. Genau das macht auch meinen Kürbis vom Blech so besonders.

In unserem Levante-Kochkurs im Feinschnabel Kochraum in München entdecken wir gemeinsam diese aromenreiche Küche des östlichen Mittelmeerraums. Wir bereiten unter anderem warmen Hummus, cremige Tahini-Saucen, würzige Gemüsegerichte und frische Salate zu. Dabei zeige ich, wie sich mit guten Zutaten, Gewürzen und ein wenig Experimentierfreude überraschende Geschmackserlebnisse kreieren lassen. Und wer nach dem würzigen Kürbis noch Lust auf etwas Süßes hat, dem empfehle ich mein Mutabbaq mit knusprigem Filoteig und cremiger Füllung – ein Dessert aus unserem Levante-Kochkurs.“

Für mich ist die Levante-Küche vor allem eines: eine Einladung, viele unterschiedliche Gerichte auf den Tisch zu stellen, miteinander zu teilen und gemeinsam zu genießen.