
Zutaten
Für dem Mürbteig:
- 120 g kalte Butter
- 200g Mehl
- 50 g Zucker
- 2 EL Olivenöl
- 2 EL kaltes Wasser
- 1 Prise Salz
Für die Füllung:
- 3 Eier
- 150 g Rohrohzucker
- 200 ml Sahne
- 100 ml Milch
- 1 Prise Salz
- 1 EL Vanillepuddingpulver
Für den Rhabarber:
- 600g Rhabarber
Optional etwas Lavendelblüten oder einige Rosmarinnadeln fein gehackt um den Teig zu aromatisieren.
Zubereitung
- Mürbteig die Basis Ich beginne mit dem Mürbteig. Mehl, Zucker und Salz mische ich, dann arbeite ich die kalte Butter mit Olivenöl und eiskaltem Wasser zügig ein. Ich knete nur so lange, bis ein kompakter Teig entsteht. Dann darf der Teig ruhen. Mindestens 30 Minuten im Kühlschrank – besser länger. TIP: Wenns schnell gehen soll den Teig direkt in die Tarteform geben und dann kalt stellen.
-
Rhabarber vorbereiten Den Rhabarber schneide ich in Stücke. Wenn er sehr faserig ist, ziehe ich die äußeren Fasern leicht ab. Je nach Lust und Laune in kleine Stücke die ich querbeet auf den Teig gebe oder in Rauten um damit ein Muster zu legen.
-
Eiercreme vorbereiten Die Eier schlage ich mit dem Zucker auf, bis die Masse heller wird. Dann kommen Sahne, Milch, Vanillepuddingpulver und eine Prise Salz dazu. Das Salz ist kein Zufall – es hebt die Süße und gibt der ganzen Tarte mehr Tiefe.
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Tarte zusammenfügen Wenn der Teig noch nicht in der Form ist dann rolle ich ihn jetzt aus udn gebe ihn in die Tarteform. Den Boden steche ich mit einer Gabel ein. Dann verteile ich den Rhabarber darauf. Die Eiercreme gebe ich gleichmässig darauf.
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Backen Den Backofen 180°C bei Ober/Unterhitze vorheitzen. Die Tarte backt dann ca. 40 Minuten bis der Teig knusprig und die Füllung goldbraun ist.
- Lauwarm servieren.
Was passt zur Rhabarbertarte?
Diese Tarte ist unglaublich vielseitig.
Ich serviere sie gerne mit:
- einem Klecks leicht geschlagener Sahne
- selbstgemachtem Vanilleeis
- Joghurt- oder Buttermilcheis
- oder ganz pur mit einem guten Espresso
Warum Rhabarber für mich Frühling ist?
Rhabarber ist eines der ersten Gemüse (ja, Gemüse!), das nach dem Winter wieder kommt. Er hat diese klare, fast strenge Säure – und genau das brauchen wir nach den schweren Monaten.
Er bringt Frische. Er weckt auf.
In meiner Küche ist er wie ein Neustart und es ist im Frühling ein absoluter Klassiker in der Kochschule bei unseren Kochkursen und Kocheventen.
Warum man Rhabarber nicht roh essen sollte?
Rhabarber enthält Oxalsäure. In kleinen Mengen ist das kein Problem – aber roh kann er für den Körper schwer verträglich sein. Ich erinnere mich gut, dass wir als Kinder wenn der erste Rhabarber aus der Erde geschaut hat, mit einem Glas voll Zucker in den Garten sind und die feinen Rhabarberstangen abgerissen haben, in den Zucker getaucht haben und dann heimlich genascht haben.
Durch das Garen wird ein Großteil davon reduziert. Gleichzeitig wird er bekömmlicher und aromatischer.
Deshalb: bitte nicht roh snacken, sondern bewusst zubereiten.
Ist Rhabarber gesund?
Rhabarber ist leicht, kalorienarm und enthält:
- Vitamin C
- Kalium
- Ballaststoffe
Er wirkt leicht entwässernd und unterstützt die Verdauung. Für mich ist er genau das richtige Lebensmittel für einen klaren, leichten Start in die wärmere Jahreszeit.
Warum ist Rhabarber rot oder grün?
Viele glauben, dass Rhabarber rot wird, wenn er ohne Licht wächst. Das stimmt so nicht.
Ich erlebe es eher andersherum:
Rhabarber, der im Dunkeln gezogen wird – zum Beispiel unter Töpfen im Garten – bleibt meist hell, fast zart rosé bis grünlich und wird milder im Geschmack.
Die kräftige rote Farbe entsteht durch sogenannte Anthocyane. Und dafür braucht es Licht – und vor allem die richtige Sorte.
Das heißt für mich in der Küche:
Die Farbe sagt weniger über die Qualität aus, sondern mehr über die Herkunft und die Sorte.
Grüner Rhabarber ist oft säuerlicher und klarer im Geschmack.
Roter kann etwas milder und runder sein.
Ich arbeite mit beidem – entscheidend ist am Ende immer die Balance im Gericht.
Ein bisschen Wissen von früher
Meine Oma hat immer gesagt:
„Rhabarber braucht Zucker – aber nicht zu viel. Sonst verliert er seinen Charakter.“
Und genau das ist der Punkt.
Rhabarber soll nicht nur süß sein. Er darf Ecken und Kanten haben. Diese leichte Säure, dieses Ziehen im Mund – das macht ihn besonders.
Früher wurde er oft als Kompott gekocht, mit Vanille oder Zimt. Heute denke ich ihn weiter – aber die Idee bleibt gleich: aus etwas Strengem etwas Rundes machen.
Wie ich das mit meinen anderen Rezepten verbinde
Diese Tarte passt perfekt zu allem, was wir im Frühling machen, als Dessert oder als feiner Nachmittagskuchen:
- leichte Desserts
- frische Kompotte
- einfache, klare Teige
Wenn du bei uns auf der Seite weitergehst, findest du genau diese Linie wieder: saisonal, reduziert, aber mit Tiefe.
Gerade die Kombination aus Süße, Säure und einem Hauch Salz taucht immer wieder auf – ob bei Tartes, Kompotten oder auch herzhaften Gerichten.
Und als Kompott ist es super lecker zu unseren süßen Knödel Rezepten